Kernaussagen
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Nur eine Studie untersuchte, ob die Gabe von atemstimulierenden Medikamenten wie Koffein bei Neugeborenen, die wenige Wochen zu früh geboren wurden, dazu beitragen kann, Probleme mit niedrigen Sauerstoffwerten oder der Atmung zu verhindern oder zu verringern. Das bedeutet, dass wir nur über sehr wenig Evidenz zu ihrer Anwendung verfügen.
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Koffein verringert möglicherweise die Häufigkeit von Sauerstoffmangel bei späten Frühgeborenen im Verlauf einer Woche nach Behandlungsbeginn. Wir sind sehr unsicher, ob es den Bedarf an Atemunterstützung (zum Beispiel durch Beatmungsgeräte) verringert oder unerwünschte Wirkungen verursacht.
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Es sind weitere Untersuchungen erforderlich, um festzustellen, ob atemstimulierende Medikamente für Neugeborene, die wenige Wochen zu früh geboren wurden, hilfreich und sicher sind. Wir fanden einige Studien, die bald veröffentlicht werden und dazu beitragen werden, die Evidenz zu aktualisieren.
Was sind späte Frühgeborene?
Neugeborene, die wenige Wochen zu früh, zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche, geboren wurden, werden als „späte Frühgeborene" bezeichnet. Diese Frühgeborenen sind noch nicht so weit entwickelt wie termingerecht geborene Neugeborene (nach 37 Wochen oder 8,5 Monaten), und ihre Lungen sowie andere Organe können schwächer sein.
Was ist intermittierende Hypoxämie?
Manchmal kann der Sauerstoffgehalt im Blut für kurze Zeit absinken (ein Zustand, der als intermittierende Hypoxämie bezeichnet wird). Passiert das, fällt das Atmen schwer. Atembeschwerden können langfristige Probleme verursachen, indem sie das Gehirn schädigen.
Was sind Methylxanthine?
Methylxanthine sind Arzneimittel, die das Atmen erleichtern. Sie regen den Atemantrieb an, also den Impuls des Körpers, regelmäßig zu atmen, und erweitern zusätzlich die Atemwege. Koffein ist die am häufigsten verwendete Art von Methylxanthin, da es weniger unerwünschte Wirkungen hat als andere Arten.
Was wollten wir herausfinden?
Obwohl Methylxanthine wie Koffein häufig und erfolgreich zur Behandlung von Atemproblemen bei sehr frühgeborenen (vor der 32. Schwangerschaftswoche geborenen) Neugeborenen eingesetzt werden, kommen sie bei späten Frühgeborenen seltener zum Einsatz, und es ist unklar, ob diese Behandlung ihnen helfen kann. Wir wollten herausfinden, ob Methylxanthine besser als keine Behandlung oder eine Scheinbehandlung (Placebo) geeignet sind, um Probleme mit niedrigen Sauerstoffwerten oder der Atmung bei späten Frühgeborenen zu verhindern oder zu behandeln. Außerdem wollten wir wissen, ob diese Medikamente unerwünschte Wirkungen haben.
Wie gingen wir vor?
Wir suchten nach Studien, in denen Methylxanthine bei späten Frühgeborenen mit einem Placebo oder keiner Behandlung verglichen wurden. Wir suchten nach Studien, in denen Folgendes gemessen wurde:
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wie oft bei den Neugeborenen ein niedriger Sauerstoffgehalt auftrat;
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ob sie Unterstützung beim Atmen benötigten;
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wie lange sie im Krankenhaus blieben;
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ob die Behandlung unerwünschte Wirkungen hatte;
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ob die Neugeborenen bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus überlebten.
Wir untersuchten die Ergebnisse der einzigen Studie, die wir fanden. Wir fassten die Ergebnisse zusammen und bewerteten unser Vertrauen in die Evidenz anhand von Faktoren wie der Anzahl der Neugeborenen in der Studie (Studiengröße) und den bei der Durchführung der Studie angewandten Methoden.
Was fanden wir heraus?
Wir fanden eine Studie aus Neuseeland mit 132 spätgeborenen Frühgeborenen. In der Studie wurden verschiedene Koffein-Dosierungen mit einem Placebo verglichen. Es ergaben sich folgende Ergebnisse:
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Koffein verringert möglicherweise die Häufigkeit von Sauerstoffmangel bei den Neugeborenen im Verlauf einer Woche nach Behandlungsbeginn.
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Es ist unklar, ob Koffein bei anderen Problemen hilft, zum Beispiel dabei, Atemunterstützung zu vermeiden, oder ob es den Krankenhausaufenthalt verkürzt oder die Chancen erhöht, bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus zu überleben.
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Es ist unklar, ob Koffein unerwünschte Wirkungen verursacht.
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Die Studie berichtete nicht über andere wichtige Endpunkte, wie die langfristige Entwicklung oder die Häufigkeit von Atemstillständen (Apnoe).
Wir fanden keine Studien, die untersucht haben, ob Methylxanthine bei diesen Neugeborenen zur Behandlung von Atemproblemen eingesetzt werden können, anstatt sie vorbeugend zu verabreichen.
Was schränkt die Evidenz ein?
Die größte Einschränkung besteht darin, dass wir nur eine Studie gefunden haben. Das bedeutet, dass wir uns hinsichtlich der Ergebnisse nicht sicher sein können. Die Studie berichtete nicht über alle Endpunkte, über die wir mehr wissen wollten, und einige Ergebnisse waren unklar. Unser Vertrauen in diese Ergebnisse ist sehr gering, da sie auf nur einer kleinen Studie beruhen und wir einige Bedenken hinsichtlich der Durchführung und Berichterstattung der Studie hatten. Zukünftige Forschungsarbeiten könnten diese Ergebnisse ändern.
Wie aktuell ist die vorliegende Evidenz?
Die Evidenz ist auf den Stand von Dezember 2025. Derzeit laufen fünf weitere Studien. Sobald diese abgeschlossen sind, könnten ihre Ergebnisse uns helfen, besser zu verstehen, ob Methylxanthine für spätgeborene Neugeborene hilfreich und sicher sind.
S. Gerstlauer, A. Zink, freigegeben durch Cochrane Deutschland
Diese Cochrane-Übersichtsarbeit wurde ursprünglich auf Englisch verfasst. Die Genauigkeit der Übersetzung liegt in der Verantwortung des übersetzenden Teams. Die Übersetzung wird mit Sorgfalt angefertigt und folgt standardisierten Verfahren zur Qualitätssicherung. Allerdings gilt im Falle von Unstimmigkeiten, ungenauen oder unpassenden Übersetzungen der englische Originaltext.




