Bei der Themengruppe „Ernährung und Bewegung“ (Nutrition and Physical Activity) wird Fachwissen über Interventionen und Strategien zur Verringerung der Krankheitslast im Zusammenhang mit schlechter Ernährung und körperlicher Inaktivität gebündelt. Wir unterstützen die Erstellung von Evidenzsynthesen zu Fragen, die von den wichtigsten nationalen, regionalen und internationalen Akteur*innen priorisiert wurden.
Über uns
Die Kerngruppen, die in dieser Thematischen Gruppe zusammenarbeiten, sind Cochrane Public Health, Cochrane Deutschland, Cochrane Nutrition, sowie die Untergruppe Nutrition and Food Security von The Campbell Collaboration.
Themenspektrum
Unser Themenspektrum umfasst:
1. Vorrangige ernährungsbezogene Interventionen oder Strategien zur Verbesserung der Ernährung auf individueller, gemeinschaftlicher und bevölkerungsbezogener Ebene, um die dreifache Belastung durch Mangelernährung (Unterernährung, Mikronährstoffmangel und Übergewicht) und die damit verbundenen Folgen zu verringern und die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN (SDG) im Bereich Ernährung und Gesundheit zu erreichen. Dazu gehören Interventionen oder Strategien in Bezug auf:
- Ernährung (Quantität, Qualität, Vielfalt, Sicherheit, Angemessenheit)
- Verhalten der Patienten und der Öffentlichkeit (Entscheidungen und Bewusstsein in Bezug auf Erwerb, Vorbereitung, Zubereitung, Lagerung und Verzehr von Lebensmitteln)
- Lebensmittelumfeld (Verfügbarkeit, Zugang, Erschwinglichkeit, Akzeptanz, Information, Leitfäden und Werbung, Lebensmittelsicherheit und -Qualität, politische Rahmenbedingungen)
- Lebensmittelversorgung (Produktion, Lagerung, Verarbeitung, Fertigung, Verpackung, Vermarktung, Handel und Einzelhandel)
2. Schwerpunktmäßige bevölkerungs- oder gemeindebezogene Maßnahmen zur körperlichen Betätigung und/oder Aktivitäten zur Verringerung des sitzenden Lebensstils im Rahmen jener vier Handlungskategorien, die im Globalen Aktionsplan für körperliche Aktivität 2018-2030 der WHO definiert sind Globaler Aktionsplan für körperliche Aktivität 2018-2030: 1) Aktive Gesellschaften erschaffen; 2) Aktive Umgebungen erschaffen; 3) aktive Menschen hervorbringen und 4) aktive Systeme erschaffen. Dazu zählen:
- Interventionen auf der Ebene der Bevölkerung (nicht des Einzelnen) (Gemeinschaft, Systeme, Politik, Gesetze und Vorschriften sowie nationale Strategien oder Aktionspläne für körperliche Aktivität national oder länderübergreifend)
- Maßnahmen außerhalb des Gesundheitswesens (Bildung, Verkehr, bebaute Umwelt, Landwirtschaft, Kinderbetreuung und Sozialdienste)
- Strategien zur besseren Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung der körperlichen Aktivität in Politik und Praxis
- Bewertung der Wege, Methoden, Wirkungen und Bewertungsansätze von Maßnahmen zur körperlichen Aktivität, die auf die Bevölkerungsebene ausgeweitet werden.
Die folgenden Punkte werden im Allgemeinen als nicht in den Geltungsbereich fallend betrachtet:
- körperliche Aktivitäten zur individuellen Bewältigung, Behandlung oder gezielten Prävention bestimmter Erkrankungen oder als Teil von Rehabilitationsprogrammen
- rein pharmazeutische oder pflanzliche Arzneimittel und Produkte
- Pflanzen oder andere Bestandteile, die nicht routinemäßig in Lebensmitteln verwendet werden (z. B. Echinacea)
- nicht-ernährungsbezogene Anwendungen von Nährstoffen oder bioaktiven Lebensmittelbestandteilen (z. B. topisch).
Die Gruppe wird sich insbesondere mit komplexen Maßnahmen und Strategien befassen, die zentrale globale Gesundheitsprobleme adressieren – insbesondere im Zusammenhang mit ungesunder Ernährung, Bewegungsmangel, sitzender Lebensweise und damit verbundenen Risikofaktoren – und zwar in den Lebenswelten, in denen Menschen aller Altersgruppen essen, sich bewegen, spielen, aufwachsen, arbeiten, leben und altern. Beispiele sind die Adipositasprävention, kontextbasierte Strategien und sektorübergreifende Maßnahmen zur Verringerung des Risikos nicht übertragbarer Krankheiten. Unterstützte Reviews sollten einen wesentlichen Fokus auf den Abbau von Ungleichheiten und der Berücksichtigung der Bedürfnisse gefährdeter und benachteiligter Menschen und Bevölkerungsgruppen legen.
Unser Team
- Celeste Naude, Führende Gruppenleiterin: Zentrum für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, Stellenbosch Universität, Südafrika
- Luke Wolfenden, Gruppenleiter: Fakultät für Medizin und öffentliche Gesundheit, Universität Newcastle, Australien
- Hayley Christian, Gruppenleiter: Telethon Kids Institute and School of Population and Global Health, The University of Western Australia, Australia
- Solange Durao, Gruppenleiterin: Abteilung für Gesundheitssystemforschung, Südafrikanischer Rat für medizinische Forschung, Südafrika
- Sam McCrabb, Gruppenleiter: Fakultät für Medizin und öffentliche Gesundheit, Universität Newcastle, Australien
- Lukas Schwingshackl, Gruppenleiter: Institut für Evidenz in der Medizin, Universität Freiburg, Deutschland
- Karen Milton, Gruppenleiterin: Medizinische Fakultät der Universität East Anglia, Norwich, England
- Madeleine Fee, Gruppenleiterin: Fakultät für Medizin und öffentliche Gesundheit, Universität Newcastle, Australien
- Amanda Brand, Gruppenleiterin: Zentrum für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, Stellenbosch Universität, Südafrika
Unsere Pläne
Unsere Vision ist es, eine unabhängige, weltweit anerkannte Anlaufstelle für Evidenz-Synthesen zu sein, die unserem Aufgabenbereich entsprechen.
Unsere Ziele
- Unterstützung evidenzbasierter Entscheidungsfindung in Politik und Praxis durch die Förderung der Erstellung und Wirksamkeit hochwertiger, relevanter Evidenzsynthesen
- ein kollaborativer und nachhaltiger Bestandteil des Cochrane-Ökosystems zur Erstellung hochwertiger, verlässlicher Evidenz zu sein
- einen spürbaren Beitrag zur Vision von Cochrane zu leisten – einer Welt mit besserer Gesundheit für alle Menschen.
Unsere Absichten
Unsere Absichten umfassen:
- Steigerung der Relevanz, Aktualität und Qualität der Evidenzsynthese in Übereinstimmung mit unserem Aufgabenbereich, indem wir uns aktiv an der Prioritätensetzung mit den wichtigsten Nutzer*innen von Evidenz und Entscheidungsträger*innen beteiligen; qualitativ hochwertige Evidenzsynthesen zu prioritären Themen erstellen; und die Methoden für eine vertrauenswürdige Evidenzsynthese und Evidenznutzung in Bezug auf Fragen der Ernährung und Bewegung stärken.
- Steigerung der Auswirkung und der Sichtbarkeit der Cochrane-Evidenzsynthesen in allen Zielgruppen durch koordinierten Wissenstransfer; und Steigerung der Nachfrage nach evidenzbasierten Entscheidungen bei allen Akteur*innen in der Entscheidungsfindung im Gesundheitsbereich.
Aktuelles
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Kontaktieren Sie uns
Um die Thematische Gruppe von Cochrane für Ernährung und Bewegung zu kontaktieren, senden Sie uns eine E-Mail.