Periphere Nervenblockaden im Vergleich zu anderen Formen der Schmerzlinderung bei Menschen mit Hüftgelenkersatz-Operation

Hintergrund

Schmerzkontrolle nach einer Hüftgelenkersatz-Operation verbessert das Wohlbefinden und die Teilnahme an Rehabilitation. Diese Aspekte helfen den Menschen, eher nach Hause zurückzukehren und begrenzen Behandlungskosten.

Die periphere Nervenblockade ist eine Behandlung zur Schmerzkontrolle, bei der ein Lokalanästhetikums um Nerven herum injiziert wird, um die Schmerzempfindung daran zu hindern, das Gehirn zu erreichen. Eine neuraxiale Blockade ist eine Injektion eines Lokalanästhetikums in die Wirbelsäule mit einer Nadel oder einem Katheter (sehr dünner, kleiner Schlauch), um die Weiterleitung der Schmerzsignale vom Rückenmark zum Gehirn zu blockieren.

Wir bewerteten Nutzen und Schaden von Nervenblockaden verglichen mit keinen Nervenblockaden oder anderen Formen der Schmerzlinderung nach Hüftgelenkersatz-Operationen bei Erwachsenen.

Datum der Suche

Wir suchten bis Dezember 2016.

Studienmerkmale

Wir schlossen 51 Studien (2793 Teilnehmer) in den Review ein und analysierten die Ergebnisse von 45 Studien (2491 Teilnehmer). Es gibt 11 noch nicht abgeschlossene Studien und drei, die noch nicht klassifiziert wurden.

Finanzierungsquellen der Studien

Zu den Finanzierungsquellen gehörten Regierungen, gemeinnützige Organisationen, Institutionen, Industrie (teilweise, n=1); mehr als die Hälfte wurden nicht näher beschrieben (n=29).

Hauptergebnisse

Verglichen mit systemischer Schmerzstillung fanden wir heraus, dass periphere Nervenblockaden Schmerzen lindern, das Risiko verwirrt zu sein vermindern (z.B. das Datum, die Zeit oder den Ort nicht zu kennen) (eine verwirrte Person weniger pro 12 behandelten Personen), Juckreiz vermindern (eine Person mit Juckreiz weniger pro 4 behandelten Personen), Dauer des Krankenhausaufenthalts verkürzen (entspricht 0,75 Tagen) und Patientenzufriedenheit bezüglich der Schmerzbehandlung erhöhen (entspricht 2,4 Punkten mehr auf einer Skala von 0 bis 10). Wir fanden keinen Unterschied in der Zeit bis zum ersten Gehen nach der Operation.

Zwei Menschen hatten Komplikationen: ein lokales Hämatom und eine verzögerte anhaltende Muskelschwäche.

Qualität der Evidenz

Die Qualität der Evidenz zu peripheren Nervenblockaden im Vergleich mit systemischer Schmerzlinderung wurde als moderat bis sehr niedrig bewertet.

Die Qualität der Evidenz für periphere Nervenblockaden verglichen mit neuraxialen Blockaden wurde für Patientenzufriedenheit als hoch bewertet, moderat für Linderung des Juckreizes und ähnliche Schmerzlinderung, niedrig für ähnliche blockadenbedingte Komplikationen, Dauer des Krankenhausaufenthalts und Zeit bis zum ersten Gehen. Die Qualität der Evidenz zu Verwirrtheit wurde als sehr niedrig bewertet.

Mangelhafter Studienaufbau und eine eingeschränkte Anzahl an Studien und Teilnehmern führte zur Herabstufung der Qualität der Evidenz auf niedrig oder sehr niedrig.

Übersetzung: 

A. Wenzel, freigegeben durch Cochrane Deutschland.

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