Umwelt- und Verhaltensinterventionen, um bei älteren Menschen mit Sehbehinderung Aktivitätseinschränkungen zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern

Eine Sehbehinderung bei älteren Menschen ist mit dem Vermeiden körperlicher Aktivität, Angst und Depression wie auch mit einem erhöhten Risiko für Stürze und Brüche assoziiert. Die üblichen Vorgehensweisen, um die auf das Sehen bezogene Lebensqualität zu verbessern, umfassen die Bereitstellung von Brillen, Filtern und anderen sehbezogenen Geräten – mit anderen Worten Interventionen, die das Lesen, Fernsehen oder Benutzen eines Computers insgesamt erleichtern. Der Einsatz von Verhaltensstrategien, um die Fertigkeit und das Vertrauen einer Person bzgl. Aktivitäts- oder Umweltveränderungen im häuslichen, Arbeits- oder Freizeitumfeld zu verbessern, wie optimierte Lichtverhältnisse oder das Markieren von Treppenkanten, könnte dazu beitragen, Aktivitätseinschränkungen zu mindern und die Lebensqualität zu verbessern, sowohl in als auch außerhalb der eigenen Wohnung. Die Autoren suchten in Studien hoher Qualität nach Evidenz für Umwelt- oder Verhaltensinterventionen für ältere Erwachsene mit irreversibler Sehbehinderung, die in der Gemeinde oder im Heimsetting leben. Die Interventionen mussten darauf abzielen, Aktivitätseinschränkungen zu reduzieren oder die allgemeine körperliche Aktivität zu steigern. Die Autoren fanden keine Studien, die den Einschlusskriterien für den Review entsprachen. Es braucht mehr Forschung zu diesem hochrelevanten Thema, ehe überhaupt irgendwelche Rückschlüsse gezogen werden können.

Übersetzung: 

B. Hucke, C. Meiling, freigegeben durch Cochrane Deutschland.

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