Grippeimpfungen zur Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen

Grippeinfektionen könnten kardiovaskuläre Erkrankungen hervorrufen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfälle) und machen einen damit assoziierten Tod wahrscheinlicher. Grippeimpfungen könnten dieses Risiko reduzieren. Wir schlossen randomisierte Studien ein, die Personen, die eine Grippeimpfung erhielten, mit denen verglichen, die keine Impfung erhielten (Placebo oder keine Behandlung). Für diese Aktualisierung des Reviews haben wir acht Studien gefunden, die insgesamt 12.029 Teilnehmer untersuchten. Vier dieser Studien untersuchten Patienten mit bekannter Herzerkrankung (1682 Teilnehmer) und die anderen vier fokussierten die Allgemeinbevölkerung oder ältere Personen (10.347 Teilnehmer). Die Studien zur Allgemeinbevölkerung berichteten kardiovaskuläre Endpunkte als Teil ihrer Sicherheitsanalyse, jedoch war die Anzahl der Fälle zu gering, als das eine Beurteilung darüber, ob die Grippeimpfung in dieser Population schützend wirkt, zulässig wäre und es konnten keine Unterschiede zwischen den Gruppen aufgezeigt werden. Zusammenfassend weisen die Studien, die Patienten mit einer Herzerkrankung untersuchten darauf hin, dass die Grippeimpfung Todesfälle aufgrund einer kardiovaskulären Erkrankung reduzieren könnte, ebenso wie kombinierte Ereignisse kardiovaskulärer Erkrankungen (wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, die Notwendigkeit einer Bypassoperation, etc.). Jedoch waren diese Studien klein und unterlagen einem gewissen Risiko für Bias. Somit sind größere Studien mit besserer Qualität nötig, um diese Ergebnisse bestätigen zu können.

Übersetzung: 

I. Nolle, freigegeben durch Cochrane Deutschland.

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