Schnelle im Vergleich zu herkömmlichen vaginalen Geburten, wenn das Kind sich in Beckenendlage befindet.

Worum geht es?

Die besten Ergebnisse für Kind und Mutter werden erzielt, wenn die Kinder mit dem Kopf voraus zur Welt kommen. Ist das Ungeborene in einer anderen Position, besteht ein höheres Risiko für Komplikationen. Unter anderem kann ein Kaiserschnitt notwendig werden. Bei der Beckenendlage liegt das Kind mit dem Gesäss voran anstatt mit dem Kopf. Dieser Review suchte nach der Evidenz, ob eine schnellere Geburt in solchen Fällen besser sein kann.

Ärzte nennen diese schnellere Geburt «beschleunigte Entbindung». Das bedeutet, dass der Kopf des Kindes direkt mit der nächsten Wehe nach Erscheinen des Bauches hervor kommt.

Warum ist das wichtig?

Schnellere Geburten können Kinder davor schützen, nicht genügend Sauerstoff zu bekommen. Dieses Risiko besteht bei der Beckenendlage, weil die Nabelschnur abgedrückt werden kann. Ist die Nabelschnur abgedrückt, wird das Kind unzureichend mit Blut versorgt. Jedoch könnten die Methoden zur Beschleunigung der Geburt dem Kind oder der Mutter schaden.

Welche Evidenz haben wir gefunden?

Es wurden keine zuverlässigen Studien gefunden (wir suchten nach Studien bis Mai 2015).

Was bedeutet dies?

Es gibt keine Evidenz aus zuverlässigen Studien, die aufzeigt, ob das Beschleunigen der Geburt («beschleunigte Entbindung») für Kinder in Beckenendlage hilfreich ist.

Übersetzung: 

D. Hagmann, C. Loytved, freigegeben durch Cochrane Schweiz

Tools
Information
Share/Save

Cochrane Kompakt ist ein Gemeinschaftsprojekt von Cochrane Schweiz, Cochrane Deutschland und Cochrane Österreich. Wir danken unseren Sponsoren und Unterstützern. Eine Übersicht finden Sie hier.