Abschirmung des Brustbereichs zur Vorbeugung eines persistierenden Ductus arteriosus bei Frühgeborenen, die mit Lichttherapie behandelt werden

Fragestellung

Verringert der Einsatz von Abschirmungen im Brustbereich bei Frühgeborenen, die mit Phototherapie (Lichttherapie) behandelt werden, die Inzidenz (das Vorkommen) eines klinisch und/oder hämodynamisch bedeutsamen persistierenden Ductus arteriosus (PDA) und die daraus entstehende Morbidität (Häufigkeit von Erkrankungen)?

Hintergrund

Der Ductus arteriosus ist ein Blutgefäß des Ungeborenen, das sich normalerweise nach der Geburt von selbst verschließt. Bei etwa 30 % aller Säuglinge, die vor der 31. Schwangerschaftswoche geboren werden, bleibt das Gefäß jedoch offen (persistierender Ductus arteriosus oder PDA genannt) und der Säugling hat Probleme mit einem übermäßigen Blutfluss in die Lunge, einer Minderversorgung der Organe mit Blut und Herzinsuffizienz. Die Lichttherapie (Phototherapie) ist eine häufige Behandlung gegen Gelbsucht bei Frühgeborenen. Jedoch kommt es unter einer Phototherapie häufiger vor, dass sich der Ductus arteriosus bei Frühgeborenen nicht schließt.

Studienmerkmale

Wir untersuchten zwei kleine randomisierte Studien.

Ergebnisse

Wir schlossen zwei Studien in unseren Review ein. Diese berichteten von widersprüchlicher Evidenz zur Wirkung einer Abschirmung über dem Ductus arteriosus. Die Studien wiesen erhebliche methodische Unterschiede auf.

Die Ergebnisse dieses Reviews lieferten keine ausreichende Evidenz zur Bestimmung der Alltagswirksamkeit einer Abschirmung des Brustbereichs zur Vorbeugung eines PDA bei Frühgeborenen unter Phototherapie.

Übersetzung: 

S. Schmidt-Wussow, freigegeben durch Cochrane Schweiz.

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