Druck im Vergleich zu Schwerkraft bei schubweiser Sondenernährung von Frühgeborenen und Säuglingen mit niedrigem Geburtsgewicht

Frühgeborene Säuglinge (vor der 37. Schwangerschaftswoche) haben möglichweise Probleme bei der Koordination von Saugen, Schlucken und Atmen und müssen über eine Sonde ernährt werden. Bei der Sondenernährung wird die Milch schubweise durch einen Schlauch abgegeben, der über die Nase oder den Mund in den Magen geleitet wird. Milchnahrung kann mit einer Spritze schubweise verabreicht werden und so die Milch sanft in den Magen des Säuglings drücken (Druck-Ernährung). Alternativ kann Milch in eine an der Sonde befestigte Spritze gegossen werden, die durch Schwerkraft in den Magen gelangen kann (Schwerkraft-Fütterung). Es gibt keine ausreichende Evidenz aus randomisierten Studien, welche die schubweise Sondenernährung von Frühgeborenen oder Säuglingen mit geringem Geburtsgewicht (weniger als 2500 Gramm) durch Druck oder Schwerkraft vergleichen, um die Handhabung in der Praxis zu verbessern.

Übersetzung: 

A. Borchard, freigegeben durch Cochrane Schweiz. Unterstützt von Fondation SANA.

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