Moderne kombinierte orale Kontrazeptiva als Behandlung gegen mit Endometriose verbundene Schmerzen

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Die Endometriose ist eine häufige Erkrankung der Frau. Dabei kommt es außerhalb der Gebärmutter (z.B. an den Eierstöcken) zur Ansiedlung von Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ähnelt. Sie kann zu schmerzhaften Perioden, Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr, Beckenschmerzen und zu Unfruchtbarkeit führen. Eine Behandlung mit Hormonen einschließlich oraler Kontrazeptiva (die „Pille“) und GnRH-Analoga, die Östrogen unterdrücken, werden zur Linderung der Schmerzen bei Endometriose eingesetzt. Es gibt einige Evidenz, dass diese Behandlungen einen positiven Einfluss auf die Gewebeansiedlungen außerhalb der Gebärmutter haben können. Allerdings haben viele Hormonbehandlungen unerwünschte Nebenwirkungen, so dass Akzeptanz und Einnahmezeitraum begrenzt sind. Die Gewebeansiedlungen können auch operativ entfernt werden.

Im Rahmen dieser Übersichtarbeit wurden Studien gesucht, in denen die Anwendung oraler Kontrazeptiva mit anderen Behandlungen verglichen wurde. So konnte eine kleine Studie (57 Frauen) gefunden werden, in der orale Kontrazeptiva mit Goserelin (einem GnRH-Analoga) in zwei Behandlungsgruppen verglichen wurden. Die Studie zeigte, dass beide Behandlungen zu einer gleich starken Linderung der mit der Endometriose verbundenen Schmerzen führten. Bei der Behandlung mit Goserelin blieb bei den Frauen die Periode (Regelblutung) aus, so dass diese verständlicherweise nicht über Periodenschmerzen klagten. Goserelin kann lediglich über einen Zeitraum von sechs Monaten sicher eingenommen werden.In der Goserelin-Gruppe kam es häufiger zu Nebenwirkungen Hitzewallungen, Schlaflosigkeit und Trockenheit der Scheide, während mehr Frauen, die mit oralen Kontrazeptiva behandelt wurden, über Kopfschmerzen und Gewichtszunahme litten. Bei einer Untersuchung nach sechs Monaten gab es keine Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Die methodische Qualität der Studie wurde von den Autoren der Übersichtsarbeit als nicht hoch bewertet.

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Koordination durch Cochrane Schweiz

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