Sauerstoffgabe vor dem Absaugen von Sekreten durch die Luftröhre bei intubierten und künstlich beatmeten Neugeborenen

Es gibt nicht genügend Evidenz, um die Wirkung einer Sauerstoffgabe vor dem Absaugen durch die Luftröhre bei Frühgeborenen, die künstlich beatmet werden, zu zeigen. Die Lunge eines zu früh geborenen Säuglings (vor der 34. Schwangerschaftswoche) ist häufig noch nicht genügend ausgereift. Dies stellt eine Hauptursache für Atemversagen und Versterben des Kindes dar. Eine künstliche Beatmung hält die Atmung des Säuglings aufrecht und verringert das Risiko für Schäden der Lunge und Erkrankungen. Das Entfernen von Flüssigkeit durch die Luftröhre (Endotracheales Absaugen) ist ein routinemäßiger Vorgang im Rahmen der künstlichen Beatmung, der jedoch schwere Komplikationen zur Folge haben kann, wie beispielsweise Pneumothorax (Luft zwischen Lunge und Brustwand) oder Bradykardie (zu langsamer Herzschlag). Durch die Gabe von Sauerstoff kurz vor dem Absaugen (Präoxygenierung) könnte das Risiko für diese Komplikationen gesenkt werden. Für diese Übersichtsarbeit konnten jedoch nicht genügend Evidenz über die Wirkung von Präoxygenierung gefunden werden. Mehr Forschung auf dem Gebiet ist notwendig.

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Koordination durch Cochrane Schweiz

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