Ausgangswerte des Mini-Mental-Status-Tests zur Früherkennung von Demenz bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen

Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen (LKB) sollten wegen ihres erhöhten Risikos, an Demenz zu erkranken, auf entsprechende Anzeichen untersucht und kontrolliert werden. Gegenwärtig gibt es keine Übereinstimmung darüber, mit welchem Ansatz sich die Weiterentwicklung einer LKB zu einer Demenz am besten erfassen lässt. Mehrere kognitive Funktionstests wurden für diese Aufgabe vorgeschlagen, weil die meisten leicht durchzuführen sind, nicht länger als 10 Minuten dauern, wichtige exekutive Funktionen (geistige Funktionen, die das Denken und Handeln steuern) prüfen und ein objektives Ergebnis liefern. In unserem Review beurteilten wir die aktuelle Evidenz zu einem dieser kurzen Tests, dem Mini-Mental-Status-Test (MMST), bei der Früherkennung einer Demenzentwicklung bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Nach einer umfassenden Literatursuche und der Analyse der verfügbaren Daten fanden wir keine Evidenz für eine wesentliche Rolle des MMST als unabhängigem Einmaltest bei der Identifizierung von Patienten, die zu einem späteren Zeitpunkt einmal eine Demenz entwickeln werden.

Übersetzung: 

S. Schmidt-Wussow, Koordination durch Cochrane Schweiz.

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