Intravenöse Kurzzeit- versus Langzeittherapie mit dem gleichen Antibiotikum gegen schwere, ambulant erworbene Lungenentzündung bei Kindern im Alter von zwei bis 59 Monaten

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Fragestellung

Ziel dieses Reviews war herauszufinden, ob sich Unterschiede in den Behandlungsergebnissen nach einer kurzzeitigen (zwei- bis dreitägigen) im Vergleich zu einer langen (fünftägigen) Antibiotikatherapie (als Infusion) bei schwerer Lungenentzündung feststellen lassen.

Hintergrund

Lungenentzündungen (auch als Pneumonie bezeichnet) sind die häufigste Todesursache bei Kindern mit jährlich 1,3 Millionen Todesfällen bei unter Fünfjährigen. Die meisten Krankheitsfälle treten in Ländern mit geringem Einkommen auf, wo es an medizinischer Versorgung und Krankenhausbehandlungen fehlt. In aktuellen Zusammenfassungen der Evidenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden Antibiotikainfusionen über fünf Tage für Kinder mit schwerer Lungenentzündung empfohlen. Jedes Jahr treten etwa 120 Millionen Neuerkrankungsfälle mit Lungenentzündung bei Kindern unter fünf Jahren auf, davon haben 14 Millionen einen schweren Verlauf. Die Einweisung in ein Krankenhaus aufgrund einer schweren Lungenentzündung bei einem Kind stellt eine beträchtliche Belastung für die Eltern und die ganze Familie dar, da erhebliche Kosten entstehen, die Routine durchbrochen und die Lebensqualität gemindert wird. Durch eine kürzere Behandlungsdauer im Krankenhaus könnte diese Belastung potentiell verringert und möglicherweise eine bessere Therapietreue erzielt werden.

Hauptergebnisse
Die Evidenz ist auf dem Stand von Februar 2015. Unsere Recherche ergab keine relevanten Studien. Wir empfehlen Ärzten, schwere Lungenentzündungen weiterhin nach den Empfehlungen der WHO zu behandeln bis weitere Evidenz verfügbar ist.

Übersetzung: 

I. Noack, freigegeben durch Cochrane Schweiz.

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