Stammzellbehandlung bei chronisch ischämischer Herzkrankheit und kongestiver Herzinsuffizienz

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Menschen, die an einer Herzerkrankung oder einer Herzinsuffizienz leiden werden derzeit mit Medikamenten behandelt und, wenn möglich wird der Blutfluss ins Herz wiederhergestellt (Revaskularisation). Dies geschieht entweder durch eine Öffnung der Arterien mit einem kleinen Ballon, auch primäre Angioplastie (oder perkutane Koronarintervention (PCI)) genannt oder durch eine Herzoperation (oder Bypass der Koronararterie (CABG)). Revaskularisation hat die Todesrate dieser Erkrankungen gesenkt. Bei manchen Menschen bleiben die Symptome der Herzkrankheit und der Herzinsuffizienz selbst nach der Revaskularisation bestehen. Diesen Menschen stehen möglicherweise keine anderen Behandlungen zur Verfügung. Kürzlich wurden Knochenmark-Stammzellen/ Progenitorzellen als neue Behandlungsmöglichkeit für Menschen mit Herzkrankheit und Herzinsuffizienz mit oder ohne Revaskularisations-Behandlung erforscht. Ergebnisse aus 23 randomisierten kontrollierten Studien, die mehr als 1200 Teilnehmer einschlossen, zeigten, dass diese neue Behandlung zu einer Reduktion der Sterberaten und Wiederaufnahmen ins Krankenhaus sowie zu einer Verbesserung gegenüber der Standardbehandlung, gemessen durch Herzfunktionstests, führt. Derzeit liefern diese Ergebnisse einige Evidenz dafür, dass Stammzelltherapie sowohl bei Menschen mit chronisch ischämischer Herzerkrankung als auch Herzinsuffizienz von Nutzen sein könnte. Unerwünschte Ereignisse sind selten und keine langfristigen unerwünschten Ereignisse wurden berichtet. Jedoch ist die Qualität der Evidenz aufgrund der geringen Anzahl der Todesfälle und Wiederaufnahmen ins Krankenhaus und der Unterschiede der Ergebnisse zwischen den einzelnen Studien relativ niedrig. Weitere Forschung, die eine große Anzahl an Teilnehmern einschließt wird benötigt, um die Ergebnisse zu bestätigen.

Übersetzung: 

I. Töws und K. Kunzweiler, Koordination durch Cochrane Schweiz.

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