Elektromechanisch unterstütztes Training zur Verbesserung der Armfunktion und damit verbundener Einschränkungen nach Schlaganfall

Forschungsfrage

Zie war die Untersuchung der Wirksamkeit von elektromechanisch oder roboterunterstütztem Armtraining zur Verbesserung der Armfunktion bei Menschen nach einem Schlaganfall.

Hintergrund

Mehr als zwei Drittel der von einem Schlaganfall betroffenen Menschen haben Schwierigkeiten mit einer eingeschränkten Armfunktion, welche die Fähigkeit zur Durchführung von Aktivitäten des täglichen Lebens behindern, die Produktivität beeinträchtigen, soziale Aktivitäten einschränken und zu einer hohen ökonomischen Belastung des Gesundheitssystems führen kann. Ein elektromechanisches oder roboterunterstütztes Armtraining beinhaltet den Einsatz spezialisierter Geräte zur Unterstützung von Schulter-, Ellbogen- oder Handbewegungen in der Rehabilitation. Allerdings ist die Bedeutung von elektromechanischem oder roboterunterstütztem Armtraining zur Verbesserung der Armfunktion bei Menschen nach einem Schlaganfall bislang unklar.

Studienmerkmale

Wir ermittelten bis Januar 2018 45 Studien (mit 1.619 Teilnehmern) und schlossen diese in unseren Review ein. In den eingeschlossenen Studien wurden 24 verschiedene elektromechanische Geräte beschrieben, die ein elektromechanisches oder roboterunterstütztes Armtraining mit verschiedenen anderen Behandlungsmaßnahmen verglichen. Die Studienteilnehmer waren zwischen 21 und 80 Jahren alt, die Dauer der Studien betrug 2 bis 12 Wochen und die Studiengröße betrug zwischen 8 und 127 Teilnehmern; der primäre Endpunkt (Aktivitäten des täglichen Lebens: das wichtigste gemessene Ergebniskriterium) wurde auf unterschiedliche Art gemessen.

Hauptergebnisse

Ein elektromechanisches oder roboterunterstütztes Armtraining verbesserte bei Menschen nach einem Schlaganfall Aktivitäten des täglichen Lebens sowie die Funktion und Muskelkraft des betroffenen Armes. Da Nebenwirkungen wie Verletzungen und Schmerzen selten berichtet wurden, können diese Geräte durchaus als Hilfsmittel in der Rehabilitation eingesetzt werden, jedoch gibt es nach wie vor keine Kenntnisse darüber, wann oder wie oft sie eingesetzt werden sollten.

Qualität der Evidenz

Die Qualität der Evidenz (des wissenschaftlichen Belegs) war hoch.

Schlussfolgerungen der Autoren: 


Zum wissenschaftlichen Abstrakt
Auswahlkriterien: 


Datensammlung und -analyse: 


Übersetzung: 

B. Elsner, T. Boßmann, koordiniert durch Cochrane Deutschland.

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