Schilddrüsenhormone zur Vorbeugung von Beeinträchtigungen der Entwicklung des zentralen Nervensystem bei Frühchen

Es gibt keine Evidenz aus Studien die belegt, dass eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen bei Frühchen Probleme wie zum Beispiel ein akutes Lungenversagen wirksam verhindert. Schilddrüsenhormone sind notwendig für ein normales Wachstum und das Reifen des zentralen Nervensystems, als auch für Herz und Lungen. Kinder, die ohne ausreichende Mengen an Schilddrüsenhormonen geboren werden, können schwere geistige Behinderungen entwickeln. Man nimmt an, dass niedrige Schilddrüsenhormonspiegel in den ersten Lebenswochen (transiente Hypothyreose) bei Frühgeborenen vor der 34 Schwangerschaftswoche, eine solche Entwicklung verursachen können. Die für diese Übersichtsarbeit gefundene Evidenz zeigt keine Wirkung von Schilddrüsenhormonen zur Risikoreduzierung von Problemen, die sich aus einem Schilddrüsenhormonmangel ergeben.

Übersetzung: 

Koordination durch Cochrane Schweiz

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