Yoga zur Sekundärprävention von koronarer Herzkrankheit

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist ein häufiger Grund für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Todesfälle in den meisten Industrieländern. Mit dem Begriff „Sekundärprävention“ werden Maßnahmen beschrieben, die ein wiederholtes Auftreten von sogenannten kardialen Ereignissen (zum Beispiel Herzinfarkten) sowie Todesfälle bei Menschen mit diagnostizierter KHK verhindern sollen. Für Menschen mit KHK besteht das höchste Risiko für koronare Ereignisse und Tod. Veränderungen des Lebensstils spielen eine wichtige Rolle in der Sekundärprävention. Yoga wird sowohl als körperliche Aktivität als auch als Strategie zur Stressbewältigung eingestuft. Der körperliche und psychologische Nutzen von Yoga ist allgemein anerkannt, jedoch kann die falsche Ausübung von Yoga zu Verletzungen am Muskel-Skelett-System wie Muskelkater und Zerrungen führen. Das Ziel dieses systematischen Reviews bestand darin, die Alltagswirksamkeit von Yoga in der Sekundärprävention der KHK im Hinblick auf kardiale Ereignisse, Tod und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu bestimmen. Wir fanden keine randomisierten kontrollierten Studien, die die Einschlusskriterien für diesen Review erfüllten. Die Alltagswirksamkeit von Yoga in der Sekundärprävention der KHK bleibt daher ungewiss. Es werden randomisierte kontrollierte Studien von guter Qualität benötigt.

Dies ist eine Aktualisierung eines 2012 veröffentlichten Reviews.

Übersetzung: 

S. Schmidt-Wussow, freigegeben durch Cochrane Schweiz.

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