Frühinterventionen bei Psychose

Schizophrenie setzt typischerweise im frühen Erwachsenenalter ein und kann zu einer lebenslangen Beeinträchtigung führen. Dem Beginn einer Psychose ist eine Phase vorgelagert, welche von nicht psychotischen Symptomen, den sogenannten Prodromalsymptomen, gekennzeichnet ist. Zu den Symptomen einer voll ausgeprägten Schizophrenie gehören Halluzinationen, Wahnvorstellungen, eine gestörte Denkstruktur und emotionaler Rückzug. Es gibt Belege dafür, dass die Verzögerung einer angemessenen Behandlung die Chancen bzw. das Ausmaß der Genesung einschränkt.

Generell verfolgt eine frühe Intervention zwei Ziele: Zum einen gilt es, dem Ausbruch einer Schizophrenie bei Menschen mit Prodromalsymptomen vorzubeugen, zum zweiten geht es darum, für Menschen in einem Frühstadium der Schizophrenie effektive Behandlungsmöglichkeiten bereitzustellen mit dem Ziel, den Schweregrad zu reduzieren, den die Krankheit letztendlich erreicht.Frühzeitige Maßnahmen werden inzwischen an vielen Stellen in Amerika, Europa und Australien angeboten.

Wir haben alle Studien begutachtet, die eine Frühintervention für Menschen mit Prodromalsymptomen oder einer ersten psychotischen Episode untersuchten. Wir fanden 18 Studien, wobei die meisten eine zu geringe Teststärke aufwiesen. Zum jetzigen Zeitpunkt reichen die Daten nicht aus, um definitive Schlussfolgerungen ziehen zu können, jedoch werden weitere Studien bereits erwartet.

Übersetzung: 

Cochrane Schweiz

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