Oxycodon gegen krebsbedingte Schmerzen

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Viele Krebspatienten leiden unter mäßigen bis starken Schmerzen, die eine Behandlung mit starken Schmerzmitteln aus der Klasse der Opioide erforderlich machen. Oxycodon und Morphin sind Beispiele für solche starken Schmerzmittel, die zur Linderung krebsbedingter Schmerzen eingesetzt werden. Starke Schmerzmedikamente wirken jedoch nicht bei allen Patienten schmerzlindernd und werden nicht von jedem gut vertragen. Ziel dieses Reviews ist herauszufinden, ob Oxycodon besser zur Schmerzlinderung geeignet ist und eine bessere Verträglichkeit aufweist als andere starke Schmerzmittel, um krebsbedingte Schmerzen zu behandeln. Die Suche ergab 17 relevante Studien, in denen verschiedene Formen von Oxycodon miteinander oder mit anderen starken Schmerzmedikamenten verglichen wurden. Allgemein zeigten die Studien, dass die Wirkung von Oxycodon gleichbleibend stark war, unabhängig davon ob es alle 6 oder alle 12 Stunden eingenommen wurde. Alle in den Studien untersuchten starken Schmerzmittel verursachen zudem eine Reihe unerwünschter Wirkungen, beispielsweise Erbrechen, Verstopfung und Schläfrigkeit. Insgesamt wurde deutlich, dass die derzeitige Evidenz auf Studien beruht, in denen eine kleine Anzahl von Patienten untersucht wurde mit einer beträchtlichen Studienabbrecherquote (20%). Da in dieser Analyse jedoch keine wesentlichen Unterschiede festgestellt wurden, scheint eine Rechtfertigung größerer Vergleichsstudien zur Untersuchung von Oxycodon im Vergleich zu Morphin unwahrscheinlich.

Übersetzung: 

I. Noack, freigegeben durch Cochrane Schweiz.

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