Phenobarbital zur Vorbeugung von Blutungen in die Hirnkammern von Frühgeborenen
Die vorhandenen Studienergebnisse belegen nicht, dass Phenobarbital Blutungen in die Hirnkammern bei Frühgeborenen verhindern kann. Eine Blutung in die Hirnkammern (intraventrikuläre Blutung) ist ein schwerwiegendes Problem bei Frühgeborenen. Größere Blutungen in der Mitte des Gehirns können bei Frühgeborenen zu Behinderungen und zum Tode führen. Man nimmt an, dass Blutungen in die Hirnkammern durch instabilen Blutdruck und eine nicht ausreichende Blutversorgung des Gehirns zustande kommen. Phenobarbital ist ein Medikament, das den Blutdruck stabilisieren und dadurch eine Blutung verhindern helfen soll. Diese Studienübersicht zeigt keine ausreichenden Belege für die Wirksamkeit. Darüber hinaus unterdrückt Phenobarbital die Atmung bei selbständig atmenden Säuglingen und kann dadurch eine künstliche Beatmung notwendig machen.
Dies ist eine regelmäßig aktualisierte patientenfreundliche (laienverständliche) Zusammenfassung einer Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration. Der wissenschaftliche Abstract (Kurzfassung der Übersichtsarbeit, auf englisch) ist kostenlos verfügbar. Der Volltext ist erhältlich in Der Cochrane Library (ISSN 1464-780X).
Zitat: Whitelaw A. Postnatal phenobarbital for the prevention of intraventricular hemorrhage in preterm infants.
Art. No.: CD001691. DOI: 10.1002/14651858.CD001691.
Datum der letzten umfangreichen Aktualisierung:
31.
Mai 2007
Datum der Übersetzung:
2006, aktualisiert: Issue 4/2007