Bronchodilatatoren führen zu kurzfristigen Verbesserungen bei Kleinkindern mit Bronchiolitis, aber mehr Forschung auf diesem Gebiet ist notwendig
Eine Bronchiolitis ist eine erstzunehmende, sehr ansteckende Infektion der unteren Atemwege, die bei Kleinkindern häufiger vorkommt. Sie verursacht eine Entzündung in den kleinen Atemwegen der Lunge, und bedingt dadurch Schwellungen, weshalb die Luft nicht mehr so gut passieren kann. Die Kinder fangen an zu giemen (ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen) und bekommen Atemnot mit Sauerstoffmangel. Bronchodilatatoren sind Medikamente, die zum Inhalieren bei Kindern und Erwachsenen mit Asthma eingesetzt werden, da sie die Muskulatur der Atemwege entspannen und sie dadurch erweitern. Im Gegensatz zu Asthmatikern sprechen Kleinkinder mit Bronchiolitis wahrscheinlich weniger gut auf Bronchodilatatoren an. Dies ist so, weil sie bei der Bronchiolitis meist das erste Mal Verengungen der Atemwege aufweisen. Diese Studienübersicht zeigt, dass Bronchodilatatoren kurzfristig und im geringen Ausmaß die Atmung erkrankter Kleinkinder bessern. Mehr Forschung auf diesem Gebiet ist nötig.
Dies ist eine regelmäßig aktualisierte patientenfreundliche (laienverständliche) Zusammenfassung einer Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration. Der wissenschaftliche Abstract (Kurzfassung der Übersichtsarbeit, auf englisch) ist kostenlos verfügbar. Der Volltext ist erhältlich in Der Cochrane Library (ISSN 1464-780X).
Zitat: Gadomski AM, Bhasale AL. Bronchodilators for bronchiolitis.
Art. No.: CD001266. DOI: 10.1002/14651858.CD001266.pub2.
Datum der letzten umfangreichen Aktualisierung:
08.
März 2006
Datum der Übersetzung:
2006