Auditiv-verbale Therapie zur Entwicklungsförderung der gesprochenen Sprache bei Kindern mit dauerhaften Gehörschäden

Dauerhafte Gehörschäden schränken die Entwicklung von Sprechen und Sprache bei Kindern stark ein und behindern so, seine verhaltensbezogene, kognitive und soziale Funktionsfähigkeit. Obwohl technologische Vorrichtungen, wie Hörhilfen und Cochlea-Implantate, das Kind befähigen, gesprochene Wörter zu hören, scheitern sie, dem Kind beizubringen wie es zuhört, wie es Sprache verarbeitet und wie es spricht.

Auditiv-verbale Therapie richtet sich auf die Verbesserung der Sprachfähigkeiten des Kindes mit Hörschäden auf das gleiche Level der Fähigkeiten eines Kindes ohne Hörschäden, durch das Entwickeln seiner Hörfähigkeiten, unabhängig von anderen Hinweisen, wie Lippenlesen oder Gestik. Sie fokussiert den Kontext der gesprochenen Kommunikation innerhalb der Familie und verwendet Hören und Sprechen als primäre Kommunikationsmethode. Aus diesem Grund wird es als wirksamer erachtet, dem Kind zu helfen die, für das Alter entsprechenden Meilensteine in Sprech- und Spracherwerb zu erreichen.

Dieser Review wurde durchgeführt, um die Evidenz zur Wirksamkeit von auditiv-verbalen Therapien zur Entwicklungsförderung der gesprochenen Sprache bei Kindern mit bleibenden Hörschäden zu ermitteln. Während viele Studien die Wirksamkeit von auditiv-verbaler-Therapie untersuchten, erfüllte keine Studie die Einschlusskriterien dieses Reviews. Gut konzipierte Studien sind dringend nötig, um die Wirksamkeit von auditiv-verbaler Therapie zur Förderung der Entwicklung der gesprochenen Sprache bei Kindern zu untersuchen.

Übersetzung: 

I. Nolle, freigegeben durch Cochrane Deutschland.

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