Vaginal gegebenes Misoprostol ist wirksam zur Geburtseinleitung, aber es sind weitere Forschungsarbeiten zur Sicherheit notwendig

Manchmal muss aus Sorge um das mütterliche oder kindliche Wohlergehen eine Geburt eingeleitet werden. Misoprostol ist ein Hormon, das in Tablettenform eingenommen werden kann oder als Zäpfchen in die Scheide (Vagina) oder den Enddarm (Rektum) eingeführt wird. Es führt zur Eröffnung des Muttermundes und der Verkürzung des Gebärmutterhalses und leitet dadurch die Geburt ein. Dieser Review von 121 Studien zeigt, dass vaginal gegebenes Misoprostol in höheren Dosen wirksamer ist als Prostaglandine und dass weniger Oxytocin (wehenförderndes Mittel) zusätzlich gegeben werden muss. Jedoch kann es unter Misoprostol zu mehr Hyperstimulation (übermäßiger Wehentätigkeit) der Gebärmutter kommen. Kleinere Dosen erzielen ähnliche Ergebnisse wie andere Methoden. Die untersuchten Studien waren zu klein, um zu beurteilen, ob die Gefahr eines Gebärmutterrisses (Gebärmutterruptur) steigt. Weitere Forschung zur Verträglichkeit und optimalen Dosierung von Misoprostol ist notwendig. Ein anderer Cochrane-Review zeigte, dass die orale Einnahme der vaginalen Verabreichung vorzuziehen ist.

Übersetzung: 

Koordination durch Cochrane Schweiz

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