Cholinerge Medikamente für Neuroleptika (Antipsychotika)-ausgelöste Spätdyskinesien

Arzneimittel-ausgelöste Spätdyskinesien sind eine häufige Nebenwirkung von einigen Antipsychotika, insbesondere wenn diese über einen längeren Zeitraum gegeben werden. Spätdyskinesien (Bewegungsstörungen) bestehen aus unwillkürlichen repetitiven Bewegungen, vor allem im Mundbereich, manchmal aber auch in den Gliedmaßen. Diese können dauerhaft bestehen. Cholinergika (auf Acetylcholin, ein Neurotransmitter, reagierende oder dies enthaltende Medikamente), wie Deanol, Lecithin und Meclofenoxat, wurden eingesetzt, um Spätdyskinesien zu behandeln. Dieses Review erbrachte keine Hinweise darauf, dass diese Medikamente wirksam sind, fand jedoch einige Hinweise darauf, dass solche, inzwischen veraltete, Drogen schädlich sein können. In der Zwischenzeit wurden neue Cholinergika für die Behandlung von Alzheimer entwickelt; es ist von grossem Interesse herauszufinden, ob diese Medikamente einen Einfluss auf die unwillkürlichen Bewegungen von Spätdyskinesien haben. Wir haben eine laufende randomisierte Studie gefunden.

Übersetzung: 

J. Meerpohl, Koordination durch Cochrane Schweiz

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