Gabe von Anti-D-Immunglobulin nach der Geburt zur Verhinderung von Rhesus-Alloimmunisierung

Nach der Geburt eines Rhesus-positiven Kindes vermindert die Immunisierung von Rhesus-negativen Frauen mit Anti-D die Wahrscheinlichkeit, dass sich Rhesus-Antikörper bilden.

Mütter und ihre Babies können Blutgruppenmerkmale haben, die nicht miteinander verträglich sind, z.B. eine Rhesus-negative Mutter und ein Rhesus-positives Kind. Nach der Geburt eines Rhesus-positiven Kindes wird Rhesus-negativen Müttern eine Injektion mit Anti-D Immunglobulin gegeben, um eine Antikörperbildung zu verhindern. Denn diese Antikörper könnten in einer zukünftigen Schwangerschaft die roten Blutkörperchen eines Rhesus-positiven Kindes angreifen. Solche Antikörper können bei einem Baby eine Blutarmut verursachen, die in schweren Fällen zum Tod der Babies führen kann. Diese Übersichtsarbeit von sechs Studien mit über 10.000 Frauen zeigt, dass das Risiko gesenkt wird, Rhesus-Antikörper in den folgenden sechs Monaten und in einer zukünftigen Schwangerschaft zu entwickeln, wenn Rhesus-negativen Müttern innerhalb von 72 Stunden nach der Geburt Anti-D-Immunglobulin gegeben wird.

Übersetzung: 

Koordination durch Cochrane Schweiz

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